@Medienvertreter: Für eine etwaige Berichterstattung stehen alle Aufnahmen in voller Auflösung zur Verfügung.
Kontakt: mathias@fortuna-videos.de bzw. 0173 / 877 26 97.
Vor, während und nach dem Spitzenspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Union Berlin kam es zum größten Polizeieinsatz bei einem Fortuna-Heimspiel in den letzten Jahren. Mehrere hundert Fortuna-Fans wurden an der Szene-Kneipe “Kastanie” über Stunden von der Polizei eingekesselt und gegen ihren Willen festgehalten. Zu Straftaten war es bis zu diesem Zeipunkt nicht gekommen. Laut Polizei bestand die Gefahr, dass es zwischen Düsseldorfer und Berliner Hooligans zu Schlägereien kommen könnte.
Während die Fortuna-Fans (darunter ein großer Teil der aktiven Supporters-Area) in ihrer eigenen Stadt eingekesselt waren, konnte sich eine etwa 100 Mann starke Gruppe Berliner frei in der Stadt bewegen. Und das, obwohl die Polizei sogar einen Polizeihubschrauber einsetzte.
Während des Einsatzes bat die Polizei die eingekesselten Fans, sich freiwillig zu melden. Für diese Fans solle der Spuk schneller vorbei sein, hieß es. Es meldeten sich etwa 20-30 normale Fans und ebenfalls eingekesselte Passanten. Darunter mindestens eine Frau und ein Rentner. Alle Personen wurden akribisch untersucht und mit Kabelbindern auf dem Rücken gefesselt in einen Bus verfrachtet, welcher in der Sonne stand und in dem sie die nächsten 2 Stunden verbringen mussten. Der Gang zur Toilette wurde verwehrt, sodass ein Fortuna-Fan mit Hilfe seiner Freundin in einen Plastikbecher urinieren musste.
Ein anderer Fan filmte den Polizeieinsatz aus dem Polizeikessel heraus. Er wurde von einem Beamten darauf hingewiesen, dass er gegen die Persönlichkeitsrechte des Polizisten verstoße. Kleine Anmeldung und ein Hinweis an alle: Gegen das Persönlichkeitsrecht verstößt man erst, sobald man ein Portrait (egal ob Foto oder Video) einer Person anfertigt und dieses gegen den Willen der aufgenommen Person veröffentlicht. Die bloße Aufnahme ist völlig legitim.
Obwohl der 20 jährige Fortuna-Fan gegen kein deutsches Gesetz verstieß und dem Beamten sogar anbot, die Bilder zu löschen, wurde er von diesem zwischen 2 Polizeiwagen gezerrt und dort mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Anschließend nahm der Polizeibeamte den Kopf des Jugendlichen und stieß diesen gegen einen Wagen, bevor der Fan am Boden weiter bearbeitet wurde. Er kam anschließend in Personengewahrsam und erhielt eine Anzeige wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt. Zudem wurde ihm im Krankenhaus Verdacht auf Gehirnerschütterung und Verdacht auf einen Leberriss attestiert. Von zahlreichen Prellungen und Schürfwunden im Kopfbereich mal ganz abgesehen…
Wäre ich in einer ähnlichen Situation, würde ich ALLE mir zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, damit der entsprechende Polizeibeamte seinen Job verliert. Daher mein Anruf an alle Leser: Wer den Übergriff (ereignete sich gegen ca. 16:30 Uhr) gesehen, fotografiert oder gefilmt hat, bitte melden!
Die Farce endete damit, dass ein Großteil der eingekesselten Fortuna-Fans gegen etwa 17:00 Uhr auf mysteriöse Weise verschwinden konnte, ohne dass es die Polizei mitbekam. Als plötzlich niemand mehr zum bewachen da war, beendete die Beamten ihren Einsatz. Zu diesem Zeitpunkt hatte die letzte Bahn mit Berliner Fans die Kreuzung in Stockum längst passiert.
Das ca. 10 Minuten lange Video dokumentiert den Einsatz der Polizei zwischen 10:30 Uhr und 17:00 Uhr und zeigt außerdem die Ankunft von etwa 100 erlebnisorientierten Berlinern an der LTU-Arena.
Weitere Fan-Aufnahmen aus der LTU-Arena folgen in den nächsten Tagen. Trotz gelungener 25.000+ Aktion und über 27.000 Zuschauern, war die Stimmung leider nicht ansatzweise so gut wie erwartet, da sich ein Großteil der Ultras inkl. Vorsänger Niko im Polizeikessel befand und sich die Gruppenmitglieder im Stadion solidarisch gegenüber ihren Freunden zeigten.
« WDR-Bericht zum Polizeikessel an der “Kastanie” – Falsche Darstellung der Polizei geht weiter »
Nicht sehr klug, den “Fluchtweg” zu veröffentlichen. Bei der nächsten Aktion, seit dem Spiel zweifele ich kein Stück daran, wird er nicht mehr begehbar sein.
Kommentar: Kaj – 21. April 2009 @ 16:53
Im Grunde hast du recht, jedoch hat die Polizei natürlich kurz danach herausgefunden, wo und wie die ganzen Fans die Kastanie verlassen konnten.
Gruß,
Mathias
Kommentar: admin – 21. April 2009 @ 17:32
Bei http://www.stadionwelt gibt es ein Foto von dem armen Kerl zwischen den zwei Einsatzfahrzeugen !
http://www.stadionwelt.de/neu/sw_fans/index.php?folder=sites&site=news_detail&news_id=2586
Kommentar: Jane Doe – 21. April 2009 @ 17:43
Unglaublich, mehr fällt mir dazu nicht ein.
Hoffe wir sehen uns nächstes Jahr in Liga 2!!!!
Kommentar: Duisburger – 21. April 2009 @ 23:26
es ist immer wieder erschreckend solche blinde gewalt zu sehn vorallem wenn frauen und kinder betroffen sind
gute besserung den verletzten kinder frauen und fans
getrennt in den farben vereint in der sache
weinrot weiße grüße aus berlin
ivo vom bfc
Kommentar: ivo – 22. April 2009 @ 00:42
Na Prost Mahlzeit,
bin schon gespannt,wie´s erst am Freitag aussehen wird!!!
Scheinbar verkommen die Einsätze der Polizei bei Drittliga-Spielen zum rechtsfreien Raum!
Allen Verletzten gute Besserung und Mut zur Wehr mit allen möglichen juristischen Mitteln!
Im Übrigen schliesse ich mich meinem Vorredner an:
“Getrennt in den Farben, vereint in der Sache”
Rot-Blaue Grüße aus Wuppertal
Birneweich
Kommentar: Birneweich – 22. April 2009 @ 11:46
ebenfalls grüße und beste wünsche an alle betroffenen. war mit ner freundin an dem tag unterwegs (union supporterin, pfffh…) und sind sowohl hin, als auch std. später zurück aus dem stadion an dem kessel vorbei. extreme beeinträchtigung der grundrechte sollte man meinen. man kann nur hoffen, das zukünftig vereinsübergreifend suporter rechtlich zusammenstehen.
c u friday! take care!
forever red and blue
Kommentar: 92 red blue – 22. April 2009 @ 14:17
auch aus berlin die besten genessungsgrüsse für die verletzten,des polizeieinsatzes. fussball,die sache die uns verbindet und scheinbar die sache, die die staatsmacht nutzt, um ihre macht zu präsentieren. leider häufen sich die bilder ja, da wir schon in paderborn aufs übelste attakiert wurden. ich hoffe wir sehen uns in der zweitenliga wieder und wünsche euch viel erfolg im kampf gegen repressionen. denn FUSSBALLFAN`s sind keine VERBRECHER!
U.N.V.E.U.
Kommentar: unioner – 22. April 2009 @ 14:39
Das ist schon hammerhart, die eigenen Fans eingekesselt. Die Jungs in Grün und Schwarz werden zunehmend unentspannter. Verstehen kann ich das auf einer Seite, denn Risikospiele bewachen ist bestimmt kein schöner Job, es sei denn man ist erlebnisorientierter Ordnungshüter, was einige ganz offensichtlich schon sind, denen reicht es nicht mehr die Gummipuppe im Trainingsraum zu verhauen. Auf der anderen Seite darf sich diese Entwicklung nicht weiter verschärfen und vor allem nicht zur Normalität werden. Es kann nicht angehen, dass ich ein Scenelokal besuche, mich dadurch als Fußballfan oute und quasi arrestiert werde ohne einen Grund dafür geliefert zu haben.
Gruß Robert (OFC)
Kommentar: Kickbobby – 22. April 2009 @ 19:48
Das war echt das aller Letzte.
Haben uns ohne grund eingekesselt. Und vorher schon einfach mal von der anderen Straßenseite zur Kastanie wieder geschubst. Könnt ich kotzen.
Besonders als sie meinte wir dürften jetzt endlich zum Spiel (halbe Stunde vorm Anpfiff) und dann stehen da die nächsten Blockaden. Ist doch verarsche pur.
Wir durften nur raus weil wir Mädchen waren.
Kommentar: Maedchen.Kaellie – 23. April 2009 @ 14:15
Hey Leute.
hab mir grad eure Videos rein gezogen,
echt der hammer was die Polizei da abzieht…
ehrlich so schlimm war es in Reutlingen noch nicht…
aber am 1.Spieltag gegen die fu*k Ulmer Spatzen war der einsatz auch skruppellos von der polizei…
einkesseln,festnahmen von in meinen augen noch kindern im alter von 15.jahre und jünger…
stadionverbote ohne richtige begründungen….
der bericht:
Viel Wirbel im Vorfeld um das Derby.
Aus unserer Gruppo Anti Ulm Fahne, deren Symbolik seit über acht Jahren an der
Kreuzeiche bekannt ist und nie ein Problem war, wurde eine Affäre mit
Staatstragendem Ausmaß gestrickt.
Hätten wir im Vorfeld niemals so erwartet, aber DFB und WFV stiegen ja auch voll
drauf ein.
Darum also Schadensbegrenzung beim Verein, mit teilweise unglücklichen Aussagen
in der Öffentlichkeit.
Aber auch dies wurde mittlerweile durch Gespräche geklärt.
Im Vorfeld wurden die Anfahrtswege zum Stadion von Unbekannten mit Anti Ulm
Graffitis bemalt, während wir tausende von Flyern und Plakaten im gesamten
Stadtgebiet verteilten und gleichzeitig an einer größeren Choreo arbeiteten. Die
Graffs wurden jedoch auch recht schnell entfernt, da man ? den Gegner nicht
zusätzlich aufstacheln möchte?.
Die Woche vor dem Derby verbrachten wir fast rund um die Uhr gemeinsam in der
Kneipe, wobei hier auch nachts keinerlei Aktivitäten des Gegners in unserer
Stadt zu verzeichnen waren.
Als Treffpunkt am Spieltag wurde unsere Kneipe auserkoren um von dort gemeinsam
zum Stadion zu laufen.
Gegen 17 Uhr war dann Abmarsch der nach eigenen Zählungen knapp 300 Leute zum
Stadion, welches man nach einigen Umwegen leider nicht vollzählig erreichen
konnte. Unterwegs wurde dafür gesorgt, dass Ulm die restliche Strecke mit den
Bussen bewältigen musste.
Die Polizei kesselte später knapp 150 jugendliche, teilweise 13-14jährige am
Stadion ein und nahm die Personalien auf. Knapp 30 wurden in Gewahrsam genommen
und kamen erst gegen 23/24Uhr wieder raus. Anklagen werden wohl keine erhoben,
so teilten dies zumindest die zwei Schnellrichter mit, welche extra für das
Spiel angekarrt wurden.
Aufgrund dieser Aktion und der Tatsache, dass mehrere Teile der Choreo, sowie
die ?Gruppo Anti Ulm? und ?Ulmer Spasten? Fahne vom Ordnungsdienst auf Druck der
Polizei entfernt wurden, beschlossen wir erst mit dem Support zu beginnen, wenn
unsere Leute bei uns im Stadion sind.
Die Choreo wollten wir trotzdem durchziehen, da sie auch vom Motto wunderbar zur
Situation passte.
Der erste Teil bestand aus einem Spruchband ?Wir werden nicht so wie Ihr? und
einer großen Blockfahne mit den ganzen Fussballverbrechern unserer Zeit
(WM-Idioten, Hopp, Zwanziger, Schäuble, unser Chef-SKB und n Bullentrupp), dazu
diverse Dinge die man allgemein mit dem modernen Fussball verbindet (AFG-Arena
Sankt Gallen, SAP, CocaCola, WM-Tickets, DSF, RedBull, Kameras) und
abschliessend noch Eigentore unserer eigenen Bewegung (ultras.ws und die
beliebten s/w Shirts ?Ultras Deine Stadt? im feinsten old english font). Danach
Fahnenmeer, diverse Sprechblasen, sowie das Spruchband ?Wir bleiben Wir?. Um die
Geschichte abzurunden dröhnte aus den Stadionlautsprechern ?Ich werde nicht so
wie Ihr? von Volxsturm.
Danach also Boykott, der erst nach 30 Minuten beendet wurde, als die restlichen
Leute ins Stadion konnten.
Eingeleitet wurde der Support mit unserem Nuller und die restlichen Minuten der
ersten Halbzeit waren wie ein Rausch.
Normalerweise beteiligen sich 2-300 Leute am Support im Block E, aber diesmal
waren es bis zu 800, die richtig geil mitmachten.
Für Szenen aus großen Kurven jetzt sicher nichts besonderes, aber für uns waren
Zahlen im Fast vierstelligen Bereich, gerade daheim bisher immer utopisch und
darum freute uns dies umso mehr!
War aber auch ein gutes Beispiel, dass man sein Liedgut nicht auf Dummtauglich
stellen muss um die Masse zu erreichen. Eigentlich alle unsere Lieder waren den
Leuten bekannt und wurden lautstark mitgetragen.
Ganz großes Lob und Danke schön an alle beteiligten SSV-Fans!!!!
Die Ulmer Leistung im Block?Wirklich schade!
Zweite Halbzeit bei uns immer schleppender, aber für uns aufgrund der Anzahl und
Laustärke immer noch im akzeptablen Bereich.
Während dem Spiel ein paar Spruchbänder. Das erste nahm Bezug auf die Ulmer
Mottofahrt (leider wurde uns ja der große dazugehörige Doppelhalter abgenommen),
das zweite spielte auf die beiden Solispiele der Ulmer gegen St Pauli (bei dem
Autogrammkarten mit dem Aufdruck ?Donaupiraten? und Spielern in
Seeräuberkostümen verteilt wurden) und gegen Ulis FC Bayern. Das dritte passte
wieder wie die Faust aufs Auge. Hatten wir letztes Mal das Banner ?Ihr könnt
euch als gefickt betrachten?, als perfektes Fazit des Spiels, so nehmen wir
diesmal ?Bieten gute Szene, suchen würdigen Derbygegner?.
Außerhalb der Wertung noch eine Tapete Richtung in Braunschweig als Ermutigung
für den Kampf ihrer Ultras, gab auch Applaus vom aktiven Haufen im Gästeblock.
Nach dem Spiel eben noch ein bisschen aufräumen auf den Abfahrtswegen und danach
in der Kneipe den Abend ausklingen lassen.
Danke an die zahlreiche Unterstützung aus Stuttgart (ohne euch wären wir nix
) und Sankt Gallen.
Nächste Woche hat uns dann wohl trotzdem der Alltag wieder eingeholt und wir
stehen mit 50 Leuten in Bamberg. Aber ein Anfang ist gemacht?
also nie aufgeben…
stadionverbotler kehren stärker zurück…
viele grüße aus reutlingen
Kommentar: Reutlinger_Kev – 30. April 2009 @ 07:46
Hallo aus Stuttgart,
einfach ne schweinerei was die polizei da gemacht hat!
Wir stehn hinter euch: http://i40.tinypic.com/miowvc.jpg
Gruß,
aus der Landeshauptstadt
PS:hoffe wir halten die Klasse dann spielen wir wieder gegen euch!
Kommentar: Stuttgarter – 10. Mai 2009 @ 14:01
[...] mehr Informationen gibt es z.B. hier: Polizeieinsatz am 19.04.2009 (Fortuna Düsseldorf gegen Union Berlin) Falsche Darstellung der Polizei geht weiter Sechs Stunden ohne Grund festgehalten … [...]
Pingback: |► bigBONG ◄| – 25. Mai 2009 @ 17:27